2001 wurde der Skatepark der Gemeinde Wiener Neudorf in einer Nacht- und Nebelaktion abgerissen. Die Jugendlichen waren zu dieser Zeit mit der Sanierung dieses Skateparks beschäftigt. Ein Freiraum für Jugendliche wurde dadurch zerstört.
Mehrere 1000 Stunden ehrenamtlicher Tätigkeit bilden den Grundstock für das Gelingen dieses Projekts. Die Abhängigkeit von der Gemeindepolitik vor allem in wirtschaftlicher Hinsicht beeinflusste natürlich den Verlauf und die Dauer des Projekts.
Die konkrete Arbeit konnte erst Aufgegriffen werden als die Jugendlichen und ihre Anliegen seitens der Verantwortlichen halbwegs ernst genommen wurden. Hier erhielten die Jugendlichen Unterstützung der MOJA – Mobile
Jugendarbeit/Streetwork im Bezirk Mödling, die sich als Vermittler der
Interessensgemeinschaften verantwortlich zeigten.
Durch politische Querelen (vorzeitige Auflösung des Gemeinderates) kam es zu einer Verzögerung der Verhandlungen mit der Gemeinde; dennoch wurde das Versprechen sich für den Neubau einzusetzen erhalten, indem der scheidende Bürgermeister die Asphaltierung der Fläche genehmigte. Im Rahmen dieses Spießrutenlaufs lernten die Jugendlichen vor allem eines, nämlich Frustrationstoleranz. Es blieben nur einige wenige über, die sich im Klaren waren, dass sich vom „typisch österreichischen“ Jammern nichts verändert, und es gerade deshalb so wichtig sei, sich weiter zu engagieren.
Die Abhängigkeit auf der einen Seite und die wachsende Stimmung in der „Szene“ ließen uns – die übriggebliebenen Idealisten – keine andere Wahl als weiter zu machen.
Ein langer Weg
Die tatsächliche Umsetzung begann bereits 2001 und endete praktisch mit dem Skatepark-Opening am 1. und 2.September 2006. An diesem Wochenende konnte sich SPAGAT – Verein zur Förderung von Sport und Jugendkultur und die geleistete Arbeit im Rahmen des Projekts erstmals einer größeren Öffentlichkeit präsentieren. Dies bezieht sich auf den Bau des Freiraums, welcher die Säule der Vereins SPAGAT – welcher sich in dieser Periode entwickelt hat – darstellt.
Die Lobby-Arbeit dauert selbstverständlich an, da die meisten zur Verfügung
gestellten „Quasi-Freiräume“ in den seltensten Fällen unter wirklicher Partizipation von Jugendlichen geschieht. Die Diskussion rund um Jugendkultur versucht der Verein nicht zu letzt mit dem Pilotprojekt des Skatepark in Wiener Neudorf mitzugestalten.